Crysis (Elektronic Arts, 2007)

Genre: 3D-Shooter

In dem grandios designten Science Fiction-Abenteuer Crysis stürzt im Jahr 2019 ein riesiger Asteroid auf eine Inselkette Nordkoreas. Die Koreaner reagieren sofort und riegeln die gesamte Inselkette ab. Gleichzeitig entsenden die Amerikaner eine Eliteeinheit in das Gebiet. Während die amerikanischen Soldaten die Lage in Augenschein nehmen, geschieht das Unfassbare. Der Asteroid bricht auseinander und ein gigantisches, zwei Kilometer langes Raumschiff wird sichtbar. Kurz darauf wird von dem fremden Schiff eine Energiekuppel aktiviert, die den größten Teil der Inselkette umschließt. Die Eroberung der Erde hat begonnen.

Zähnknirschen beschließen Nordkorea und die Amerikaner, gemeinsam gegen den unheimlichen Feind vorzugehen. Ein fast hoffnungsloser Kampf führt die Soldaten durch grüne Dschungelgebiete, bizarr gefrorene Landschaften bis zum riesigen Raumschiff der Aliens, in dem man sich in Schwerelosigkeit gegen unheimliche Alienkreaturen und deren Maschinen zur Wehr setzen muss.

Crysis kann sich als das wohl grafisch eindrucksvollste 3D-Game auf dem derzeitigen Spielemarkt bezeichnen, ist aber mit hochgestellten Qualitätseinstellungen nur von High End-PCs ruckelfrei spielbar. Optisch bekommt man dafür extrem realistische Spielumgebungen geboten. Dies betrifft vor allem die Dschungelareale. Bewegen sich die Spielfiguren durch die dichtbewachsenen Wälder, verdrängen sie Äste und Blätter und auch der Boden wirkt durch hochaufgelöste und plastische Texturen so wirklichkeitsnah wie in bisher keinem anderen Spiel. Das gleiche gilt für die Lichtberechnung. Gerade in Augenblicken, in denen die Sonne durch das bewegte Dschungeldach bricht, ist dies von einer realistischen Szene kaum zu unterscheiden. Das gleiche trifft auch auf die Darstellung von Wasser zu. Bewiesen die Entwickler schon mit dem eindrucksvollen Far Cry (2004), dass sie zauberhafte tropische Insellandschaften erschaffen können, wirkt das riesige Inselareal in Crysis noch authentischer und glaubhafter.

Abstriche muss man jedoch bei der recht einfallslosen Hintergrundgeschichte und den teilweise recht unfairen Abschnitten (wie auch schon in der zweiten Hälfte von Far Cry) machen. Nach zehn bis zwanzig Stunden (je nach Geschicklichkeit des Spielers) hat man den Abspann vor Augen und verspürt einen starken Impuls, Crysis von neuen zu beginnen, allein schon des grafischen Augenschmauses wegen.

Systemvoraussetzungen: Pentium 4 2500, 2000 MB, WinXP+

Spielspaß: 80%

Grafische Präsentation: 100%

Geeignet für: Profis