Day of the Tentacle (LucasArts, 1993)

Adventure

 

Day of the Tentacle zählt zu den großen Klassikern unter den Adventurespielen. In dem humorvollen Science-Fiction-Abenteuer wird die Zukunft der menschlichen Rasse von einem Riesen-Tentakel bedroht. Nachdem es aus einer Abwasserleitung getrunken hat, mutiert es zum Überwesen und beginnt seine furchtbaren Weltmachtfantasien durchzusetzen.

Mit einer frisch konstruierten Zeitmaschine sollen Bernhard – die Hauptperson in Day of the Tentacle – und zwei seiner Freunde einen Tag in die Vergangenheit reisen und den Weltmachtfantasien des mutierten Tentakels ein Ende bereiten. Natürlich kommt alles anders, als geplant. Die Zeitmaschine geht zu Bruch und eines der menschlichen Versuchskaninchen wird zweihundert Jahre in die Zukunft (in der die Tentakel die Welt übernommen haben und Menschen als Haustiere halten) und ein anderes zweihundert Jahre in die Vergangenheit geschleudert. Nur Bernhard verbleibt in der Gegenwart. Der Spieler muss nun versuchen, die drei Freunde wieder zusammenzubringen und die Tentakelinvasion verhindern. Knifflige Aufgaben warten auf den Spieler, und manchmal kommt man nur weiter, indem man ein Detail der Vergangenheit verändert, um die Zukunft zu manipulieren.

Von der niedrigen 240x320-VGA-Auflösung einmal abgesehen, erreicht die Grafik fast Trickfilmqualität, was zum großen Teil an den in Comicart gestalteten Spielhintergründen liegt. Hinzu kommen die urkomischen Dialoge zwischen den Spielcharakteren und die originelle Hintergrundgeschichte. Ein weiterer Gag in Day of the Tentacle ist das Spiel im Spiel. Schon relativ frühzeitig trifft man während der Handlung auf einen in die Jahre gekommenen Oldie-PC. Wen man diesen benutzt, startet man den Ur-Adventureklassiker Maniac Manison – die eigentliche Vorgeschichte von Day of the Tentacle – und kann an diesem virtuellen Computer das Früh-Adventure von LucasArts vollständig durchspielen. Wer sich also dafür interessiert, wie alles begann und was es mit den Tentakeln auf sich hat, sollte nicht zögern und einen Abstecher ins «Verrückte Haus» wagen.

486-25, 4 MB, DOS

Spielspaß 90%

Grafische Präsentation 90%

Geeignet für: Gelegenheitsspieler