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S.T.A.L.K.E.R. - Shadow of Tschernobyl
(THQ, 2007)
Action-Rollenspiel
Jedem Science Fiction-Fan dürfte bei der Erwähnung des Begriffes S.T.A.L.K.E.R. der aussergewöhnliche Science Fiction-Roman “Picknick am Wegesrand” des Autorengespanns Arkadi und Boris Strugatzki und die recht frei angelegte Romanverfilmung Tarkowskis - “Stalker” - einfallen.
Tatsächlich weist auch das aktuell publizierte Computerspiel “S.T.A.L.K.E.R.” deutliche Parallelen zur Romanvorlage auf. Geht es im Buch um eine Zone, in der - so vermutet man - Ausserirdische bei ihrem Besuch auf der Erde seltsame Naturphänomene und gefährliche Artefakte zurückgelassen haben, findet sich diese Zone auch im Computerspiel wieder. Im Spiel ist die Ursache für diese Anomalien jedoch viel greifbarer. Schauplatz der Spielhandlung sind nämlich die verstrahlten Landstriche um das Reaktorgelände Tschernobyl. Im Jahr 2006 - zwanzig Jahre nach den technischen Experimenten, die die Kernschmelze im Reaktorblock auslösten - gibt es einen erneuten Zwischenfall im eigentlich gesicherten Reaktorbereich. In den darauffolgenden Jahren beobachtet man seltsame physikalische Phänomene, während die verstrahlten Landstriche von immer größer werdenden Gruppen mutierter Kreaturen bevölkert werden. Doch es finden sich auch wertvolle Artefakte, die eine Vielzahl von Glücksrittern (die sogenannten Stalker) anlocken. Diese suchen gezielt nach seltenen Artefakten, um diese später gewinnbringend weiterzuverkaufen. Es ist jedoch auch eine Legende im Umlauf, nach der sich im ehemaligen Zentrum der Katastrophe eine Art Superaktefakt (unter den Stalkern Wunschgönner genannt) befindet, das dem, der bis dorthin gelangt, jeden nur möglichen Wunsch erfüllt, dabei jedoch die Zone um weitere Kilometer ins umliegende Land erweitert.
Die Spielwelt von “S.T.A.L.K.E.R.” gehört zu den komplexesten Entwicklungen auf dem aktuellen Spielemarkt und mischt dabei auf intelligente Weise Elemente verschiedener Spielegenres. “S.T.A.L.K.E.R.” liegt dabei ganz in der Traditionslinie der Spieleentwicklungen von Warren Spector (System Shock, Thief, Deus Ex). “S.T.A.L.K.E.R.” bietet jedoch gegenüber den von Warren Spector designten Spielen eine deutlich größere Spielwelt, die eher an Rollenspiele erinnert, und einen noch stärker non-linear angelegten Handlungsverlauf.
Die grafische Umsetzung überrascht mit einer Vielzahl kleiner Details, die man aber erst nach und nach wahrnimmt. Gerade in Bezug auf realistische Schattenberechnung lässt “S.T.A.L.K.E.R.” andere Spiele weit hinter sich. Bäume, Gräser, vorbeiziehende Wolken und sogar Vögel werfen (nach der Sonne ausgerichtete) detaillierte Schatten. Obwohl der Himmel auf den ersten Blick relativ statisch wirkt, verändert sich das Wetter ständig.
Obwohl in “S.T.A.L.K.E.R.” viel geschossen wird und sich die meisten Missionen nur mit Waffengewalt lösen lassen, ist das Spiel kein stumpfsinniger 3D-Shooter. Der Spieler hat die Möglichkeit, eine Vielzahl unterschiedlichster Missionen annehmen, die er parallel zur Haupthandlung absolvieren kann und ist dabei Teil einer dynamisch auf ihn reagierenden Spielwelt.
Systemvoraussetzungen: Pentium 4 2200, 512 MB, Win2000+
Spielspaß: 100%
Grafische Präsentation: 90%
Geeignet für: Gelegenheitsspieler
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