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Star Trek: Online (Cryptic, 2010)
Lange Zeit mussten Star Trek-Fans auf ein Online Rollenspiel in Ihrem Science Fiction-Universum warten. Mit „Star Trek-Onine“ ist es jetzt endlich soweit. Der Spieler kann selbst in die Rolle eines Vertreters der verschiedenen Star Trek-Spezies schlüpfen und mit seinem eigenen Schiff die unendlichen Tiefen des Weltalls erkunden.
Zum Spielstart verleiht man mit einem umfangreichen Charaktereditor seinem Spielhelden ein individuelles Aussehen (bis zu vier unabhängige Charakterpofile lassen sich erstellen). Danach startet „Star Trek-Online“ mit einer Vielzahl Tutorial-Missionen. Hier wird der Spieler mit den grundlegenden Spielfunktionen vertraut gemacht. Ist dies überstanden, kann das eigentliche Abenteuer beginnen.
„Star Trek Online“ untergliedert sich in zwei verschiedene Spielvarianten. Das sind auf der einen Seite die spektakulär inszenierte Weltraumkämpfe und auf der anderen Seite die - leider oft recht monoton ablaufenden - Bodeneinsätze. Alle Missionen sind dabei als Instanzen angelegt. Ähnlich wie dem erfolgreichen Fantasy-Online-Rollenspiel „Guild Wars“ gibt es auch in „Star Trek Online“ „Versammlungsbreiche“, in denen man Missionen annehmen und mit anderen Spielern kommunizieren kann. Hat man eine oder mehrere Missionen angenommen und sich die passenden Mitstreiter ausgewählt, springt man in den jeweiligen Missions-Sektor - die eigentliche Instanz. Die Instanz ist vom übrigen Spieluniversum abgeschnitten, so dass nur Besucher der Instanz miteinander in Kontakt treten können.
Obwohl „Star Trek Online“ weniger komplex als die eher episch angelegte Space Opera „EVE“ ist, sollte man sich gut mit den Spielfunktionen vertraut machen, um sich im Spieluniversum zurechtzufinden. Gerade das Entwickeln der eigenen Spielfigur wurde recht umständlich gestaltet. Das beim Release von „Star Trek Online“ vorherrschende deutsch-englische Sprachkauderwelsch sorgte für zusätzliche Verwirrung. Inzwischen sind diese Probleme durch umfangreiche Patches weitestgehend behoben.
Auf grafischer Seite wird dem Spieler eine solide 3D-Engine geboten, die Weltraum- und Bodeneinsätze gleichermaßen ansehnlich in Szene setzt. Besonders bei den Kämpfen im Weltraum macht schon allein das Zuschauen Spaß. Gleißende Laserstrahlen durchzucken das Vakuum und durchdringen feindliche Schutzschilde, während die träge auf ihr Ziel zutrudelnden, bläulich schimmernden, Photonentorpedos, den Rest erledigen.
Genre: 3D-Action
Systemvoraussetzungen: Pentium DuoCore, 1024 MB, WinXP+
Spielspaß: 70%
Grafische Präsentation: 70%
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