|
Startopia (Eidos, 2001)
Lebens-Simulation
In Startopia übernimmt der Spieler eine riesige verlassene Raumstation ähnlich der in Star Trek: Deep Space Nine. Leider stehen ihm zu Beginn nur minimale technische und finanzielle Mittel zur Verfügung, um aus diesem rotierenden Stück Weltraumschrott einen lebendigen Ministaat zu zaubern, in dem die verschiedensten Alienvölker friedlich nebeneinander existieren.
Startopia versetzt Sie in die Rolle eines Managers über eine solche Station und begeistert vor allem durch erfrischenden Humor und stilvolle 3D-Grafik. Spieler, die schon der Faszination der Dungeon-Keeper-Serie erlagen, werden sich bei Startopia schnell zurechtfinden, denn die wesentlichsten Teile des Spielablaufes sind identisch. Auch in Startopia gibt es ein Eingangsportal, durch das die verschiedensten Alienspezies (insgesamt neun an der Zahl) – angelockt durch Geschäftsmöglichkeiten, anspruchsvolle Jobs, Erholungsangebote oder puren Luxus – nach und nach die Raumstation bevölkern. Anders als in Dungeon Keeper, wo man nur durch den Abbau von Gold an Vermögen gelangt, muss man in Startopia Handel mit anderen Raumstationen betreiben.
Damit man zu Beginn nicht jeden Arbeitsgang alleine erledigen muss, stehen dem Spieler fleißige Scuzzer-Androiden (vergleichbar den Imps aus Dungeon Keeper) hilfreich zur Seite. Die Ähnlichkeit mit Dungeon Keeper ist kein Zufall, da der größte Teil der Entwickler von Startopia der ehemaligen Spieleschmiede Bullfrog (Magic Carpet, Dungeon Keeper, Populus) entstammt.
Ähnlich wie in anderen Wirtschaftssimulationen muss der Spieler einen funktionierenden Warenkreislauf in Gang halten und durch geschickte Investition und den Aufbau diverser Produktionsbereiche immer unabhängiger werden. Die Verwaltung dieses kleinen Universums geschieht durch wenige Mausklicks und ist sehr benutzerfreundlich gehalten. Nur das Personalmanagement ist etwas unübersichtlich, da es aufgrund der Fülle meist witzig verpackter Informationen nicht immer leicht ist, das Wesentliche herauszufiltern. Die Startopia-Raumstation besteht aus drei Ebenen (Technik-, Vergnügungs- und Biodeck), die verschiedene Aufgabenbereiche abdecken und einer getrennten Verwaltung bedürfen. Das Biodeck bietet außerdem die Möglichkeit die 3D-Landschaft selbst zu gestalten und das geschaffene Biotop zu bepflanzen.
Früher oder später kommt es zur Begegnung mit einem konkurrierenden Rivalen. Es liegt am Spieler, ob er seine Vormachtstellung durch wirtschaftliches oder gewalttätiges Vorgehen behauptet oder ob er sich geschlagen geben muss.
Pentium 2 400, 64 MB, Win9x+
Spielspaß 90%
Grafische Präsentation 70%
Geeignet für: Profis
|